Gelnägel Allergie

Habe ich eine Gelnägel Allergie?

Gelnägel sind eine tolle Möglichkeit, seine Naturnägel zu stärken oder zu verschönern und ihnen vor allem zu mehr Stabilität und Haltbarkeit zu verhelfen. Doch leider kann es hierbei zu unerwünschten Nebenwirkungen in Form einer allergischen Reaktion kommen.

Ihre Hände zeigen nach der Modellage einen Ausschlag, sind rot, schuppig oder es haben sich kleine Pickelchen gebildet? Sofern dies direkt nach einer Gelmodellage aufgetreten ist, könnte es sich um eine allergische Reizung handeln. Wir erklären Ihnen im folgenden Text, alles was es zu wissen gibt. Danach sind Sie schlauer!

Die Symptome der UV-Gel Allergie

Reagiert man allergisch auf künstliche Fingernägel, bemerkt man dies oft relativ schnell nach einer Gelnägel Modellage. Meist treten Rötungen rund um die Nägel auf, die Haut beginnt zu jucken und zu spannen. Je nach Stärke können sich auch kleine Bläschen oder Pusteln bilden.

Was tun bei einer Gelnägel-Allergie?

Gelnägel Allergie auf UV-Gel
Allergie auf UV-Gel

Eine allergische Reaktion kann verschieden stark ausgeprägt sein. Wenn sie etwas leichter ausfällt, zum Beispiel nur mit leichten Rötungen, kann es gut sein, dass diese nach ein paar Tagen wieder verschwinden. Sollten die Symptome verstärkt auftreten, schmerzhaft sein und längere Zeit anhalten, ist es besser, die Modellage schnellstmöglich professionell entfernen zu lassen. Die Symptome sollten dann zeitnah verschwinden; zur Sicherheit kann aber auch ein Arzt aufgesucht werden, um sich Crèmes verschreiben zu lassen, die Abhilfe schaffen.

Ich hab alle Symptome – welche Möglichkeiten gibt es jetzt noch?

Möchte man dennoch in Zukunft nicht auf künstliche Fingernägel (Gelnägel) verzichten, ist es ratsam, einen Hautarzt aufzusuchen und einen Allergietest durchführen zu lassen.

Gelnägel Allergie auf UV-Gel
Allergie durch UV-Lampe

Empfehlenswert ist hierbei, dass man dem Arzt möglichst von jedem bei der Modellage verwendeten Material eine kleine Probe zur Verfügung stellt, so dass er ganz gezielt testen kann, was die Allergie auslöst. Je mehr Informationen man hat, desto leichter lässt sich der Übeltäter finden.

Es ist nämlich durchaus möglich, dass es nicht am benutzten Gel liegt, sondern vielleicht auch am Cleaner, Haftvermittler oder Nagelöl. Ebenso kann es am Handschuh liegen (Latex) oder am Pinsel (Nickel). Einige Menschen reagieren auch nur auf den entstehenden Feilstaub, was sich durch Husten, Halskratzen, Rötungen im Gesicht und an den Händen äußert. In den meisten Fällen liegt es jedoch am Gel, was aber nicht heißt, dass man mit einer Allergie komplett darauf verzichten muss.

Gibt es UV-Gel für Allergiker?

Ja. Heutzutage ist das Angebot an Gelen sehr vielfältig, so dass es auch einige spezielle Allergiker-Gele gibt. Die Stoffe, auf die man reagieren kann, sind meist nur ein paar bestimmte (hauptsächlich Acrylate) und so gibt es Gele, bei denen sie durch andere ersetzt sind.

Gelnägel trotz Allergie

Ist der Test beim Hautarzt erfolgreich verlaufen, kann man gezielt nach UV-Gelen suchen, die den allergieauslösenden Stoff nicht enthalten, bzw. nach einem Nagelstudio, welches mit den entsprechenden Gelen arbeitet. Trotzdem kann es natürlich auch bei diesen Allergiker-Gelen passieren, dass man sie nicht verträgt, und so sollte man vielleicht vorab erst mal nur einen Probenagel anfertigen lassen um zu sehen, ob es damit besser ist.

Liegt es nicht direkt am Gel, lassen sich auch hier Möglichkeiten und Alternativen finden. Wer Probleme mit dem Feilstaub hat, sollte in eine gute, leistungsstarke Staubabsaugung investieren. Dies ist im Übrigen ohnehin sehr empfehlenswert. Arme am Besten bedeckt halten, an den Händen Handschuhe tragen, ebenso wie einen Mundschutz. Nach der Arbeit die Haut gut abwaschen. Pinsel mit Plastik- oder Holzstiel und möglichst nickelfreier Zwinge verwenden, sowie Baumwoll- oder Nitrilhandschuhe bei entsprechender Allergie. Reaktionen auslösende Flüssigkeiten nicht mehr benutzen oder durch andere ersetzen (z.B. welche ohne Duftstoffe).

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Expertenrat: welche Alternativen gibt es?

Um eine passende Alternative zu finden, ist es auf jeden Fall notwendig, den Allergieauslöser genau zu kennen. Möglicherweise reagiert man zwar auf Gel, jedoch nicht auf Acryl. Eine weitere Möglichkeit wäre UV-Polish (UV-Lack), da er sich etwas in der Zusammensetzung unterscheidet. Denkbar wäre außerdem eine Modellage mit dem Fiberglassystem, bei dem mit einer Art Kleber ein Gewebestück auf die Nägel geklebt wird. Diese Technik ist allerdings in Studios nicht weit verbreitet, da sie etwas kosten- und zeitintensiver ist.

Sollte von allen „künstlichen Stoffen“ nichts in Frage kommen, bleiben immer noch die klassische Maniküre und Nagellack, um die Nägel schön in Form zu bringen. Natürlich bieten die Naturnägel nicht die Haltbarkeit einer Modellage und auch nicht dieselben Gestaltungsmöglichkeiten, aber besser als allergiegeplagte Finger ist es allemal.


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